HOME
Alternativmedizin
Alternativmedizin - Schulmedizin
Akupunktur
Ayurveda
Bewegungstherapien
Homöophatie
Hypnose
Forum
FAQ
Umfrage
News


Die Entwicklung der Akupunktur von den Anfängen bis heute

Das Wort Akupunktur setzt sich aus den lateinischen Worten acus, der Nadel, und pungere ,stechen, zusammen. Beginn der Akupunktur war etwa vor 5000 Jahren bei den alten Chinesen. Diese behandelten damals Punkte die Schmerzen mit Tierknochen und Stöckchen und bemerkten, dass danach der Schmerz nachließ. Zu der damaligen Zeit lebte auch der Gelbe Kaiser in China. Dieser Kaiser verfasste ein Buch, welches „Nei Jing Huan Ti“ heißt und die Grundlagen der Akupunktur erstmals beinhaltete und beschreibt. Es besteht aus zwei Teilen, dem „Suwen“ und dem „Lingshu“. Das Suwen befasste sich mit den grundlegenden Fragen, die sich hauptsächlich mit Medizintheorie befassten. Das Lingshu hingegen befasste sich beispielsweise mit der Akupunkturpraxis und den Meridianen. Dieses Buch ist auch bis heute in Abschriften erhalten. Wobei man sagen muss, dass es den Chinesen verboten war Leichen zu öffnen. Somit hatten Sie kaum oder nur vage Kenntnissee vom Körperinneren und damit den Organen. Des Weiteren wurden die kranken Menschen in China nur bekleidet untersucht. Vor etwa 2000 Jahren entstand das Werk „Nanjin“, das der Akupunktur eine schwerwiegende theoretische Grundlage gab. Es war eine wissenschaftliche Abhandlung von Yue-Ren in der beispielsweise erstmals die Puls-Diagnose als wichtige Diagnose von Krankheiten beschrieben wurde. In den nächsten Jahren folgten weitere Abhandlungen, die unter anderem die Wirksamkeit verschiedener Akupunkturpunkte festlegte. Im sechsten Jahrhundert unserer Zeitrechnung gab es in China bereits Krankenhäuser und Schulen, in denen Akupunktur gelehrt und praktiziert wurde. Wobei in Europa erst tausend Jahre später das erste öffentliche Krankenhaus in Paris eröffnet wurde. Im Westen erhielt man von der Akupunktur erst relativ spät Kenntnis. Diese Kentnisse wurden durch Reiseberichte von Ärzten und Anderen mit nach Europa gebracht. Das eigentliche Wissen kam erst im Jahre 1902 durch den französischen Diplomat Soulie de Morant nach Europa. Mit diesem Wissen befasste sich allerdings nur ein kleiner Kreis von Ärzten in Paris. In den fünfziger Jahren des vergangen Jahrhunderts gab es nicht mehr als 100 Ärzte in Europa, die Akupunktur praktizierten. Weiter kursierten in den 50er Jahren im Fernsehen viele Berichte über Operationen in China mit Akupunkturunterstützung, worauf viele Mediziner nach China reisten und sich diese Geschehnisse Vorort anschauten. Selbst bei schweren Eingriffen wie beispielsweise Hirn- oder Lungenoperationen griffen die Chinesen zur Nadel. Erst in den 60er und 70er Jahren erkannten Wissenschaftler aus Skandinavien, Amerika und Westeuropa die Wirkung der Akupunktur auf biochemischer und physiologischer Ebene. 1972 führte der erste Europäer eine Operation mit Akupunktur-Narkose in Europa durch. Dieser Arzt war der österreichische Akupunktur Professor Dr. med. Johannes Bischko, der unter Nadel-Narkose in Wien einen Patienten die Mandeln heraus nahm. Im Jahre 1973 war die erste Operation mit Akupunkturunterstützung in Deutschland. Hier führte ein Arzt aus Gießen eine Herzoperation mit Akupunkturunterstützung erfolgreich durch. Heute jedoch wird die Akupunktur bei Operation nur noch gelegentlich genutzt, da die westlichen Narkosemittel sich enorm verbessert haben. Das Interesse an Akupunktur stieg in der westlichen Welt immer mehr. 1975 organisierte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Fortbildungen zur traditionellen chinesischen Medizin (TCM), wozu die Akupunktur zählt, für westliche Ärzte. Weiterhin gibt die WHO auch Empfehlungslisten derjenigen Krankheiten heraus, die besonders für die Akupunkturbehandlung geeignet sind. In den 90er Jahren nahm die Anzahl der Akupunkturkurse um einen hohen Prozentsatz zu. Dabei entwickelte sich eine standardisierte Ausbildung, die 140 Unterrichtsstunden umfasste und mit dem „Akupunkturdiplom“ abgeschlossen wurde. Ende der 90er Jahre haben 5 von 6 führenden Akupunkturgesellschaften, die in einem Dachverband zusammenarbeiten, einheitliche Ausbildungsrichtlinien erarbeitet und ihre Ausbildungen auf einen neuen Standard von 350 Unterrichtsstunden mit einem 50%igen Praxisanteil erweitert.

Heute entwickelt sich die Akupunktur mehr und mehr zur annerkanten Ergänzung zur Schulmedizin und wird derzeit in Testprogrammen von verschiedenen Krankenkassen, wie beispielsweise der IKK-Thüringen, angeboten. Vor allem bei chronischen Schmerzen wie Migräne und Gelenkbeschwerden, aber auch bei psychosomatischen Erkrankungen, Asthma, Allergien, chronischen Magen-Darmbeschwerden, Tinnitus, Neurodermitis - ja, selbst bei psychischen Erkrankungen wird sie inzwischen erfolgreich eingesetzt. In Deutschland praktizieren heute ca. 40.000 bis 50.000 Ärzte die Akupunktur.



Einige neue Inhalte wurden hinterlegt!

Hatten Sie schon einmal Kontakt mit der Alternativmedizin?
Ja
Nein
--------------------------
 
letzte Aktualisierung am 26-12-05 um 17:00Uhr
über uns Kontakt Impressum