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Alternativmedizin bei unseren Nachbarn

Bis ca. 1900 waren Alternativmedizinen im „Westen“ so gut wie gar nicht bekannt. Damals wurden in vielerlei Hinsicht die Beziehungen zu den Ursprungsländern verstärkt, womit ihre Kultur auch bei uns bekannt wurde. In den 70er Jahren erfolgte ein regelrechter Boom um die ostasiatischen Medizinen und andere alternative Medizin wurde in diesem Boom förmlich mitgerissen. Während durchschnittlich in den meisten westlichen Ländern 25% der Bevölkerung alternative Medizin praktizieren entwickelt sich ein Trend der auch Frauen immer mehr anspricht. Mittlerweile ist der Anteil an Frauen meistens sogar größer als in den Ursprungsländern. Meistens sind aber nicht nur die Teilnehmer unterschiedlich, sondern auch die Beweggründe. In den Ursprungsländern hat eine solche Medizin meist einen kulturell- religiösen Hintergrund. Bei uns sind die meisten nur als medizinische Behandlung oder Entspannungstherapien bekannt. Von wissenschaftlicher Sicht gesehen ist Deutschland eines der rückständigsten Länder was Alternativmedizin betrifft. Die USA hat ein eigenes Forschungszentrum für alternative Medizin und England gibt jährlich ca. 2 Mio. Euro für die Forschung an Alternativmedizin aus. In der Schweiz gibt es seit 1999 eine deutlich stärkere Überprüfung der Alternativmedizinen und der Naturärzte (Heilpraktiker) durch den Staat. Dadurch konnten die Gesamtausgaben im Gesundheitswesen, die in allen Industrieländern stetig steigen, drastisch reduziert werden. Aufgrund der Kürzungen im Bereich Alternativmedizin gibt es Proteste seitens der Naturärzte und auch der Schulmediziner. Für die zusätzliche Unterstützung der Naturärzte, die nach Meinung der staatlichen Überprüfung nicht effektiv genug sind (zum Beispiel chinesische Volksheiler), setzt sich die schweizerische Berufsorganisation TCM ein. In der Schweiz ist es nicht klar definiert, was ein alternativer Heilpraktiker anwenden darf. So dürfen schweizerische Heilpraktiker ohne einen Ausbildungsnachweis keine alternative Medizinen praktizieren, sondern nur das körperliche Wohlbefinden des Patienten steigern.

 

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letzte Aktualisierung am 26-12-05 um 17:00Uhr
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