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Das Yoga

Aufbau des Yoga

Yoga ist eine Schule der indischen Philosophie. Im Westen denkt man bei dem Begriff oft nur an die körperlichen Übungen, die Asanas oder Yogasanas genannt werden.

Es gibt viele verschiedene Formen von Yoga von denen einige meditative Formen ihren Schwerpunkt auf die geistige Konzentration, Andere konzentrieren sich eher auf körperliche Übungen(Asanas) legen oder beschränken sich eher auf Askese. Eine dieser Formen ist das Marma Yoga, welches sich mit der Kopplung biologischer Rhytmen befasst. Eine zweite, das Sahaja Yoga steht für die individuelle Verwirklichung des Selbst.

Das Bhakti Yoga stützt sich auf die hinduistischen Götter und deren Verehrung. Das Karma Yoga ist das Yoga des Handelns und das Jnana Yoga das der Erkenntnis. Raja Yoga bezeichnet das Yoga der Ganzheit und als letztes der sieben Hauptrichtungen das Hatha Yoga, das das berühmteste ist und sich mit dem Ausgleich der Energien von Körper und Geist beschäftigt. Außerdem gibt es noch Yoga-Richtungen, die sich mit den oben genannten Bereiche überschneiden, wie zum Beispiel das Kundalini Yoga (Bewusstsein). Auch gibt es Kum Nye, ein Heilyoga, und Yantra Yoga, ein tibetisches Yoga das als Meditationsunterstützung eingesetzt wird. Bei uns kennt man eher das Hatha Yoga, Marma Yoga und Kundalini Yoga.

Yoga baut auf mehreren Schriften auf, die sich mit den einzelnen Richtungen auseinander setzen und diese mit begründen. Die wichtigsten Yogaschriften sind die Upanishaden, die den Jnana Yoga betreffen, die Bhagavad Gita, die alle Yogawege umfasst, sich aber vor allem auf Karma und Bhakti Yoga konzentriert, die Hatha Yoga Pradipika, die den Hatha und Kundalini Yoga behandelt und die Yoga Sutras des Patanjali.

5.3.1.2. Historie des Yoga

Yoga ist eigentlich eine Lehre vom Leben und entstand vor über 5000 Jahren, während der Zeit der Upanishaden, in Indien. Entwickelt wurde Yoga von den rishis, die als Weise in den Wäldern des Indus-Tales lebten. Sie beobachteten die Natur und erstellten dazu mehrere Übungen, welche den Menschen im Einklang mit sich selbst brachten. Die theoretischen und philosophischen Grundlagen des Yoga gehen auf die Veden zurück, die ältesten indischen heiligen Schriften aus der Zeit um 3500 v.Chr. Um 400 vor Christi wurden die Yogasutras, welche eine Art Anleitung für Yoga sind, von dem indischen Philosoph Patanjali verfasst. Vor etwa 2200 Jahren entstand eine der wohl bedeutendsten heiligen Schriften des Hinduismus, die Bhagavadgita. Ihr Einfluss hat das Yoga, seine Ziele und den Weg sehr stark geprägt und ist somit auch für Yoga eine der wichtigsten Skripte.

Eine Verbreitung in der westlichen Welt begann erst richtig durch den Besuch des jungen Svami Vivekananda(1863 – 1886) bei der Tagung des Weltparlaments der Religionen 1893 in Chicago. Als Vertreter des Hinduismus redet er auch über die Yoga-Traditionen, welche danach einen regelrechten Boom erfuhren.

 

Wirkungsweise des Yoga

Yogaübungen verfolgen grundsätzlich einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Geist und Seele zugleich in Einklang bringen soll. Hierzu gibt es in einer typischen Unterrichtseinheit Kriyas mit sowohl statischen als auch dynamischen Asanas, eine Phase der Tiefenentspannung sowie eine Meditation. Zum Beispiel wird im Kundalini Yoga durch die Kombination von Körperhaltungen, Bewegungsabläufen, inneren Konzentrationspunkten, Atemführung sowie dem Gebrauch von Mantras (Meditationsworten) und Mudras (Handhaltungen-Fingeryoga) die Kundalini-Energie derart stimuliert, dass sie beginnt durch die Chakren (Energiezentren) aufzusteigen.

 

Diese Kriyas setzen sich aus mehreren Schritten zusammen:

-  yama (allgemeine Regeln)
- niyama (besondere Regeln) 
- asana (Sitz-Haltung/Körper-Haltung) 
- pranayama (Atem-Lenkung/Atem-Achtsamkeit) 
- pratyahara (Zurückziehen der Sinne) 
- dharana (Konzentration) 
- dhyana (Meditation, Versenkung) 
- samadhi (Eins-Sein)

 

Der Name für die achte und höchste Stufe(samadhi) bezeichnet zugleich die Etappenziele und das Endziel des Yoga-Weges. Wann immer wir (wunschlos) glücklich sind, haben wir Anteil an diesem höchsten Zustand. Das Glück und der innere Frieden den wir dann erleben, geben uns die Kraft für die Herausforderungen unseres Alltags.

 

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letzte Aktualisierung am 26-12-05 um 17:00Uhr
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