Den großen Anfang der Homöopathie hat Doktor Hahnemann gemacht. Er lebte Ende des 18. Jh. und stellte fest, dass die damaligen Heilmethoden veraltet, unwissenschaftlich und unwirksam sind. Dazu zählen zum Beispiel Aderlass, Blutegeltherapien und Darmspülungen und damit wurden die meisten aller Krankheiten behandelt. Man könnte sagen, es gab mehr Theorien als Krankheiten zu dieser Zeit.
Da kein gefestigtes Heilverfahren existierte begann Hahnemann Schriften von anderen Medizinern zu übersetzen, bis er 1790 den Auftrag für eine Übersetzung des Werkes „Cullens Materia Medica“ erhielt, in dem unter Anderem beschrieben wurde, dass Chinarinde Malaria heilen könne. Daraufhin hat er Selbstversuche durchgeführt, in denen er verflüssigte Chinarinde in geringen Mengen einnahm. Kurz darauf zeigten sich sehr ähnliche Symptome, wie die einer Malariaerkrankung. Nach mehreren weiteren Experimenten erkannte er, dass die Wirkstoffe, die bei einem gesunden Menschen angewandt Krankheitssymptome hervorruft, in hoher Verdünnung die selben Symptome bei einem Erkrankten heilt. Er zog den Schluss, dass die Medikamente deswegen heilen, da sie bei gesunden Menschen die gleichen Merkmale zeigen.
1796, 6 Jahre später ersetzte er das alte Doktrin „Contraria Contraries curentur“ (Gegensätzliches möge durch Gegensätzliches geheilt werden) durch das neue Doktrin „Similia similibus curentur“ (Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden). Dieses Jahr wurde als Geburtsjahr der Homöopathie angesehen.
Einer der Zeitgenossen Hahnemanns war Clemens Maria Franz von Bönninghausen (1785-1864). Er hatte 7 größere Werke verfasst und somit entscheidend die Entwicklung vorangetrieben. Weiterhin hatte er mehrere schwere Krankheiten in der Familie erlebt und deren Heilung beobachtet und sogar selbst bewirkt. Er hatte außerdem Kontakt zu Hahnemann und wurde später der erste praktizierende Nichtarzt (Mit der Erlaubnis von König Friedrich Wilhelm IV).
Weitere wichtige Persönlichkeiten sind Adolf Lippe, Dr. C Allen, Dr. med. I. Compton Burnett, Dr. James Tyler Kent, William Böricke und Dr. med. Cyrus Maxwell Boger. Seit dem hat sich die Homöopathie in der ganzen Welt verbreitet, hauptsächlich in Deutschland, Frankreich, Südamerika und vor allem in Indien.
Während des 20.Jh. gab es einen starken Rückgang an homöopathischen Praxen und das Interesse kam erst vor 40 Jahren wieder und verstärkt sich bis heute weiterhin.
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