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Die Geschichte der Hypnose

Von der Antike bis zur Zeit der Inquisition

Die ersten Aufzeichnungen über die Hypnose stammen aus der Zeit der Sumerer. In diesen Aufzeichnungen ist überliefert das, schon damals Priester erkrankte Personen heilten, indem sie diesen, im Schlaf hypnotische Suggestionen gaben. Des Weiteren waren den Sumerern drei Tiefegrade des hypnotischen Zustands bekannt: die leichte, mittlere und tiefe Hypnose.

Auch im alten Indien war, bereits jene Einteilung der Tiefengrade der Hypnose bekannt. Die Hypnose spielte und spielt heute noch in fortgeschrittenen Yogatechniken eine große Rolle.

So wie die Sumerer die Hypnose als Heilverfahren anwandten, wurde dies auch im alten Ägypten gemacht . Die Priester in den Tempeln wendeten damals die Hypnose an, wobei sie Techniken zum Einleiten anwendeten, die auch noch heute verwendet werden, z.B. die Fixationsmethode, welche später noch näher erläutert wird.

Auch im Antiken Griechenland und Rom wurde dieser so genannte Tempelschlaf weiter geführt, dies hielt sich bis Mitte des 6.Jh..

Danach wandten christliche Mönche die Hypnose an, z.B. heilen sie Kranke durch Hand auflegen oder Gebete. Aber diese Anwendungen wurden durch die Inquisition gestoppt, wodurch die Hypnose in Vergessenheit geriet.

 

Vom 17. Jh. bis heute

Erst im 17. Jh. begann die Wissenschaftliche Erforschung der Hypnose, genauer gesagt veröffentliche der Jesuitenpater Athanasius Kircher (1606-1680) im Jahre 1646 sein Buch „Experimentum Mirabile“, dieses beschrieb zum ersten mal die so genannte Tierhypnose.

Die eigentliche Erforschung der Hypnose am Menschen begann mit Magnetkuren, als erstes wendete diese Maximilian Hell (1720-1792) an, er legte Magnete auf die Organe die Beschwerden bereiteten. Diese Kuren hatten eine Erfolgschance von 60-70 Prozent.

Auf Grund der Forschung von Maximilian Hell hatte Franz Anton Mesmer (1734-1815) die Erkenntnis, „dass es zum hervorrufen dieser Erscheinung eigentlich gar keines Himmel-, Mineral- oder Eisenmagnetismus bedarf“. Nach seiner Auffassung reichte der von einem Selbst ausgehender Magnetismus, welchen er Fluidum nannte, um diese Wirkung hervorzurufen, dies bezeichnete er „Magnetismus animalis“. Obwohl er von falschen Vorraussetzungen ausging, begann mit Franz Anton Mesmer die moderne Erforschung der Hypnose.

Die These von Franz Anton Mesmer, dass das Fluidum den hypnotischen Schlaf bewirkt, wurde von Abbé Faria (1755-1819) widerlegt. Er behauptete, dass die Suggestion diesen hypnotischen Schlaf hervorruft. Damit war er der Begründer der Suggestionslehre.

Nach Abbé Faria gab es viele weiter die, die Hypnose erforschten. Im 19. Jh. führten diese Forschungen die Schule von Nancy und die Pariser Schule in Frankreich an.

Zur Schule von Nancy gehörten die Forscher Ambroise-Auguste Liébeault, Hippolyte Bernheim und Emile Coué. Letzterer fand heraus, dass jede Hypnose im Grunde eine Selbsthypnose ist. Dies wird auch Lehre der Autosuggestion genannt.

Jean Martin Charcot war Begründer der Pariser Schule. Von ihm stammt folgendes Zitat, welches die Funktionsweise der Hypnose auf einfache Weise erklärt: „Es ist der Glaube, der heilt“ .

Die Hypnose und Suggestion als ganz alltägliche Lebensvorgänge, wurde durch Iwan Petrowitsch Pawlow (1849-1936) bewiesen. Dadurch verlor die Hypnose das Mysteriöse.

Eine heute weit verbreitete Methode der Selbsthypnose, das Autogene Training wurde von

Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) entwickelt. Ab nun war die Hypnose auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich.

 

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letzte Aktualisierung am 26-12-05 um 17:00Uhr
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